Ethik ohne Gott? – Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alexis Fritz
Seit einem Jahr sind Prof.in Dr. Daniela Blum (Mittlere und Neuere Kirchengeschichte mit Kirchlicher Landesgeschichte) und Prof. Dr. Alexis Fritz (Moraltheologie)nun Lehrstuhlinhaber*innen an der Theologischen Fakultät Freiburg. Am 17. Oktober lasen beide ihre gemeinsame Antrittsvorlesung. Unter den aufeinander bezogenen Titeln „Geschichte mit Gott ?" und „Ethik ohne Gott ?" zeigten sie die Sinnhaftigkeit und Dimensionalität des Religiösen in ihrer jeweiligen Disziplin auf. Alexis Fritz hat anknüpfend an die Antrittsvorlesung für uns noch einmal zusammengefasst, in welchem Spannungsverhältnis theologische und religiöse Bezüge in einer Ethik, die für eine pluralistische Gesellschaft anschlussfähig sein will, stehen.
Diversitäten ernst nehmen und handeln!
Um als Universität den Begriff der „Gesamtheit“ abzudecken, bedarf es einer breit gefächerten Individual-Förderung zur Schaffung von möglichst gleichen Bedingungen für alle. Dies strebt der Ausschuss für Gleichstellung und Vielfalt der Theologischen Fakultät an. In den 80ern gegründet als „Ausschuss für Frauenförderung und Feministische Theologie“ nimmt er heute alle Studierenden in den Blick. Marek Steinbach arbeitet als Gleichstellungs-Hilfskraft und erzählt, für welche Belange sich der Ausschuss besonders einsetzt und welche Angebote man hier finden kann.
Nicht einfach andere Dinge machen, sondern die Dinge anders machen
Diesem kirchenentwicklerischen Grundsatz folgte das Seminar „Ecclesiopreneurship – Kirchen anders denken und machen“, das im Sommersemester am Lehrstuhl Pastoraltheologie stattfand. Der folgende Beitrag skizziert zentrale Impulse aus dem Lehrformat und zeigt, warum sich die Methode Design Thinking als besonders geeignet erweist, um komplexe Herausforderungen in der Kirche innovativ und kontextsensibel anzugehen.
Mehr als nur Glaubenssache: Zur Bedeutung von Spiritual Care in der Palliativversorgung
Kathrin Senger erklärt uns, was Spiritual Care eigentlich bedeutet und warum die Theologie in der Palliative Care weiterhin zentral ist.
Roma locuta, causa finita – oder: Wie viel Wissenschaft verträgt die Kirche?
David Bayer hat sich im Rahmen seines Studiums mit rechtspopulistischen Erzählmustern in kirchlichen Lehrtexten beschäftigt. In unserem heutigen Beitrag fragt er, wie viel Wissenschaft sich das kirchliche Lehramt überhaupt zumuten will – und ob sich darin Parallelen zu rechtspopulistischer Rhetorik erkennen lassen.
Mein Thema und ich – Philipp Graf
Was steckt hinter der Gewalt in Jos 10? Wie hängt das mit der prophetischen Kritik am Königtum zusammen? Was bedeutet diese Sozialkritik für die Sozialkonstitution der Kirche und das Volk Gottes? - Diesen Fragen geht Philipp Graf in seiner Dissertation in der alttestamentlichen Exegese von Jos 10 nach. Wir zeigen einen Auszug seiner wichtigsten Erkenntnisse.