Eine andere Welt ist möglich!

Dürre, Krieg, Flucht: Die Folgen des Klimawandels werden immer greifbarer – vor allem im globalen Süden. Wie wollen wir angesichts des Klimawandels gemeinsam leben?

Mehr als hundert Oberstufenschüler:innen, die katholische Religion als Leistungsfach gewählt haben, haben sich mit dieser Frage an der katholischen Akademie befasst. Seit einigen Jahren organisiert die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg für die Religionskurse ihrer Schulen jährlich ein Gipfeltreffen in Kooperation mit der Theologischen Fakultät und dem Geistlichen Zentrum der Erzdiözese Freiburg.

Benedikt Kern, Mitarbeiter am Institut für Theologie und Politik in Münster, sagte in seinem Impulsvortrag zu den Schüler:innen: „Ihr seid nicht schuld!“ – an den Folgen des Klimawandels. Vielmehr sei das gegenwärtige Wirtschaftssystem, der Kapitalismus, dafür verantwortlich: Der Kapitalismus ist wachstumsorientiert und verbraucht massiv natürliche Ressourcen wie Gas oder Öl, damit die Wirtschaft immer weiter wächst: Und das schadet dem Klima.

Dass ein anderes Wirtschaften und Zusammenleben denkbar sei, skizzierten Ursula Nothelle-Wildfeuer und Lukas Schmitt, Arbeitsbereich Christliche Gesellschaftslehre, sowie Benedikt Kern in ihren Impulsvorträgen. Die Ansätze lassen sich mit dem Begriff „Postwachstumsgesellschaft“ bündeln. Ursula-Nothelle-Wildfeuer und Lukas Schmitt stellten die Ansätze von Niko Paech, Christian Felber und Achim Wambach in ihren Vorträgen dar und würdigten dieselben kritisch. So greifen Nothelle-Wildfeuer zufolge beispielsweise die Konzepte von Paech und Felber zu kurz.

In Workshops, die nach den Impulsvorträgen von Theologiestudierenden angeboten wurden, diskutierten die Schüler:innen nicht nur die vorgetragenen Ansätze, sondern auch ihre eigenen Ideen, um auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren. Auch wenn die Schüler:innen Kern zufolge nicht an den Folgen des Klimawandels schuld sind, haben sie erkannt, dass auch sie dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen. Dass eine andere Welt möglich sei und jede:r sich dafür einsetzen kann, lautet das Fazit des Gipfeltreffens, das die Schüler:innen in der Abschlussdiskussion mit den Referierenden formulierten.

Der kurze Tagungsbericht der katholischen Akademie Freiburg ist hier zu lesen.

Jannik Schwab

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